Prüfung nach § 16 MaBV

Durchführung der kalenderjährlichen MaBV-Prüfung (Makler- und Bauträgerverordnung) für Bauträger und Baubetreuer (Erlaubnispflicht nach § 34c Abs. 1 GewO).

Sie sind Bauträger oder Baubetreuer und benötigen eine MaBV-Prüfung?

Wir führen die Prüfung nach §16 MaBV (Makler- und Bauträgerverordnung) weitestgehend digital und bundesweit durch!

Melden Sie sich gerne bei Interesse telefonisch oder über das Kontaktformular!

Die MaBV-Prüfung

betrifft Gewerbetreibende, die eine Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 GewO der Erlaubnis benötigen und der Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehens- und Anlagevermittler, Bauträger und Baubetreuer (MaBV) unterliegen. Diese sind gemäß § 16 Abs. 1 MaBV verpflichtet, für jedes Kalenderjahr eine MaBV-Prüfung hinsichtlich der Einhaltung der sich aus den §§ 2 bis 14 MaBV ergebenden Pflichten durchzuführen.

Unsere Leistungen im Zusammenhang mit der MaBV-Prüfung:

Prüfung, ob eine Prüfungspflicht nach § 16 MaBV besteht.

Durchführung der Prüfung nach § 16 MaBV und Erstellung eines Prüfungsberichts zur Weiterleitung an die zuständige Behörde.

Nutzen und Ablauf: 

Durchführung der kalenderjährlichen MaBV-Prüfung anhand von

  • aktuellen Checklisten,
  • übersichtlichen und verständlichen Anforderungslisten,
  • einer digitalen Austauschplattform und
  • persönlichen Austausch per E-Mail, Telefon, Microsoft Teams oder Zoom.

Sicherstellung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater.

Praktische Hilfe: 

Formulare für

  • die Negativerklärung sowie
  • Meldungen des Geschäftsführer-Wechsels

sind in der Regel über die jeweilige Internetseite der zuständigen IHK abrufbar. Siehe z.B. die Formulare der IHK Rhein-Neckar.

Bautenstandsberichte der bauleitenden Architekten dienen im Rahmen der MaBV-Prüfung u.a. der Überprüfung der Einhaltung des vertraglich vereinbarten Zahlungsplans hinsichtlich des Baufortschritts. Muster für Bautenstandsberichte und Bautenstandsmeldungen sind regelmäßig auf den Internetseiten der Banken abrufbar.

Zuständige Aufsichtsbehörde: 

Erlaubnis- und Aufsichtsbehörde für Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger und Baubetreuer nach § 34c GewO ist in der Regel die örtlich zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK).

Negativerklärung zur MaBV-Prüfung: 

Hat ein Gewerbetreibender in einem Kalenderjahr keine erlaubnispflichtige Tätigkeit im Sinne des § 34c Abs. 1 GewO ausgeübt, ist er von der Durchführung einer Pflichtprüfung befreit, wenn er der zuständigen Behörde hierüber rechtzeitig eine Negativerklärung vorlegt (§ 16 Abs. 1 Satz 2 MaBV). Die Negativerklärung gibt der Gewerbetreibende im eigenen Namen ab, sofern eine Prüfung nicht stattgefunden hat.

Pflicht zur MaBV-Prüfung

Gewerbetreibende, die nach § 34c Abs. 1 GewO einer Erlaubnis bedürfen, unterliegen der Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehens- und Anlagevermittler, Bauträger und Baubetreuer (MaBV) und sind nach § 16 Abs. 1 MaBV verpflichtet, die Einhaltung der sich aus den §§ 2 bis 14 MaBV ergebenden Pflichten für jedes Kalenderjahr durch einen geeigneten Prüfer auf eigene Kosten prüfen zu lassen.

Neben diesen jährlichen Prüfungen kann die zuständige Behörde aus besonderem Anlass auch eine außerordentliche Prüfung durch einen geeigneten Prüfer zulassen (§ 16 Abs. 2 MaBV). Im Gegensatz zur Jahresabschlussprüfung handelt es sich bei der Prüfung nach der MaBV um eine reine Gesetzmäßigkeitsprüfung, die sich auf die Einhaltung der Vorschriften der §§ 2 bis 14 MaBV bezieht. Prüfungszeitraum ist das Kalenderjahr; dies gilt auch dann, wenn das Geschäftsjahr des Gewerbetreibenden vom Kalenderjahr abweicht.

Der Bericht über die ordentliche Prüfung nach § 16 Abs. 1 MaBV ist der zuständigen Behörde spätestens bis zum 31. Dezember des Folgejahres vorzulegen.

Downloads:

Formular Bautenstandsmeldung

Formular Bautenstandsmeldung

Häufig gestellte Fragen

Welche Prüfungsbehörde ist für die Prüfung nach § 16 Abs. 1 MaBV zuständig?

Die Länderzuständigkeiten nach § 34c GewO für Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer, Wohnimmobilienverwalter wird in folgender Tabelle dargestellt:

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer

Stand: 20. April 2020

BundelandErlaubnisbehördezuständige Behörde für
die Verfolgung von
Ordnungswidrigkeiten
Verhinderung der
Fortsetzung des
Betriebes
nach
§ 15 Abs. 2 GewO
Maßnahmen
nach § 35 GewO
Baden-WürttembergIHK zuständig seit
01.03.2019
Zuständigkeit IHK)
LandratsamtIHK zuständig seit
01.03.2019
Landratsamt
Freistaat BayernIHK
(Zuständigkeit seit
01.01.2020)
Kreisverwaltungs-
behörden
Kreisverwaltungs-
behörden
Kreisverwaltungs-behörden
BerlinBezirksämterBezirksämterBezirksämterBezirksämter
BrandenburgGewerbeamtGewerbeamtGewerbeamtGewerbeamt
Freie Hansestadt BremenOrtspolizeibehörde (Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen/Magistrat Bremerhaven)Ortspolizeibehörde (Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen/Magistrat Bremerhaven)Ortspolizeibehörde (Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen/Magistrat Bremerhaven)Ortspolizeibehörde (Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen/Magistrat Bremerhaven)
Freie und Hansestadt HamburgBezirksämterBezirksämterBezirksämterBezirksämter
HessenLandkreise / kreisfreie StädteLandkreise / kreisfreie StädteGemeindevorstand / MagistratRegierungspräsidium
Mecklenburg-VorpommernGewerbeämterGewerbeämterGewerbeämterGewerbeämter
NiedersachsenIHKIHKIHKkommunale Gewerbebehörden (Landkreis, kreisfreie Stadt, große selbständige Stadt, selbständige Gemeinde)
Nordrhein-WestfalenKreisordnungsbehördeKreisordnungsbehördea) für nach der Gewerbeordnung oder anderen Fachgesetzen erlaubnispflichtige Gewerbe, bei denen die Erlaubniszuständigkeit bei den KrOrdB liegt die
KrOrdB,;
b) für alle sonstigen Gewerbe die OrdB
OrdB Große kreisangehörige Städte, im Übrigen KrOrdB
Rheinland-
Pfalz
GewerbeamtGewerbeamtGewerbeamtGewerbeamt
SaarlandLandkreise und der Regionalverband Saarbrücken, die Landeshauptstadt Saarbrücken und die kreisfreien StädteLandkreise und der Regionalverband Saarbrücken, die Landeshauptstadt Saarbrücken und die kreisfreien StädteGemeindenGemeinden
Freistaat SachsenKreisgewerbebehördeKreisgewerbebehördeKreisgewerbebehördeKreisgewerbebehörde
Sachsen- AnhaltGewerbeämterGewerbeämterGewerbeämterGewerbeämter
Schleswig- HolsteinIHKÖrtliche OrdnungsbehördenKreisordnungsbehördenÖrtliche Ordnungsbehörden
Freistaat ThüringenGewerbeämterGewerbeämterGewerbeämterThüringer Landesverwaltungsamt

Wie ist der Ablauf der Prüfung und welche Unterlagen sind für die Prüfung erforderlich?

Die Prüfung erfolgt nach den Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) bzw. dem IDW Prüfungsstandard 830. Wir verwenden entsprechende Checklisten für die MaBV-Prüfung sowie die entsprechenden MaBV-Musterprüfungsberichte. Konkret lässt sich der Prüfungsablauf wie folgt beschreiben:

1. Durchführung eines Erstgesprächs per Telefon oder Microsoft Teams Meeting.

2. Anforderung einer Übersicht über die Bauträger- und ggf. Baubetreuertätigkeit (wir senden Ihnen eine Vorlage in Excel zu).

3. Auf Basis der Übersicht erstellen wir Ihnen auf dieser Basis ein Angebot sowie das Auftragsbestätigungsschreiben (AB).

4. Anforderung einer Übersicht über die Bauträger- und ggf. Baubetreuertätigkeit (wir senden Ihnen eine Vorlage in Excel zu).

5. Nach Erhalt der Unterlagen führen wir die Prüfung in unserem Hause durch und fordern ggf. weitere Unterlagen an.

6. Sie erhalten einen Entwurf des Prüfungsberichts zur Durchsicht und es findet ein Abschlussgespräch statt, in dem wir gemeinsam die von Ihnen abzugebende Vollständigkeitserklärung durchgehen. Dies kann telefonisch, in einem Microsoft Teams Meeting oder vor Ort erfolgen.

7. Nach Erhalt der Vollständigkeitserklärung wird der elektronische Prüfungsbericht fertiggestellt und Ihnen in per E-Mail oder im Datenraum übermittelt.

Was geschieht, wenn der zuständigen Behörde kein Prüfbericht vorgelegt wird?

Erfahrungsgemäß erhält der Gewerbetreibende, sofern die zuständige Behörde die IHK ist, eine Aufforderung zur Abgabe eines Prüfungsberichtes mit einer Frist von z.B. 6 Wochen. Es kann auch vorkommen, dass direkt ein Bußgeld verhängt wird, insbesondere wenn die zuständige Behörde das Gewerbeamt ist.

Zu beachten ist, dass derjenige, der den Prüfungsbericht (oder die Negativerklärung) nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig vorlegt, eine Ordnungswidrigkeit begeht. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Wiederholte Verstöße können zum Widerruf der Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung führen. Ordnungswidrig handelt auch, wer gegen § 9 MaBV verstößt. Ordnungswidrig handelt auch, wer nur eine Negativerklärung abgibt, obwohl ein formeller Prüfbericht erforderlich wäre.

Wer darf die Prüfung nach § 16 Abs. 1 MaBV durchführen und einen Prüfungsbericht erstellen?

Geeignete Prüfer sind nach § 16 Abs. 3 MaBV Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Wirtschaftsprüfungs- und Buchprüfungsgesellschaften und bestimmte Prüfungsverbände. Steuerberater oder Steuerkanzleien sind keine geeigneten Prüfer nach diesem Gesetz.